Keimis S.T.A.L.K.E.R. Review


S.T.A.L.K.E.R. Büld 1Stalker ist da!

 

Das alleine gibt schonmal eine hohe Wertung. ;o)

Ok, im Ernst: Ich habe bis jetzt ca. 3-4h in der zweithöchsten Schwierigkeit (Veteran) gespielt und mir Zeit gelassen. Ich bin grade mal im 2. Level angekommen, weil einige Nebenquests gemacht und kann also quasi nur vom Anfang berichten.

 

Erstmal ist die Stimmung phänomenal getroffen. Die Grafik ist wirklich geil, schwankt gelegentlich zwischen "ganz gut" und "wow". Die Wetterwechsel sind der Hammer. Allgemein ist die Umgebung überaus beklemmend, ich habe mich oft total paranoid umgesehen oder irgendwo versteckt. Als Gegner hatte ich bis jetzt mutierte Hunde, Katzen und Schweine, sowie andere Stalker und Militärs. Das erste Mal bei einer Anomalie bin ich schön zusammengezuckt, als es ein umher rennendes Schwein mit einem Knall neben mir zerrissen hat. Man hat ständig das Gefühl, man ist unterlegen und das ist auch meistens so. Andere Leute haben die besseren Knarren, sind besser ausgestattet oder einfach in der Überzahl.

Die versprochene, totale Freiheit gibt es nicht, man wird durch Strahlungszohnen, Anomalien oder einfach Zäune begrenzt. Aber das Areal ist sehr groß und es gibt viel zu entdecken.

Außerdem wichtig: Das Aiming ist ok. Ich habe in der Hektik etwas zu kämpfen (gegen die verdammten Hunde), weil es ein wenig hackelig läuft, eben nicht ganz so butterweich wie Q3, aber noch gut. Ich denke, mit weniger Details oder einem besseresn System sieht das schon anders aus. Die Engine ist sehr gut skalierbar.

 

Highlights bisher: Ich sollte einen anderen (mir nicht feindlichen) Stalker töten, der aber noch 2 andere Kumpels dabei hatte, als die Gruppe gerade von einer anderen Fraktion angegriffen wird. Einer wird von den Angreifern erschossen, die anderen zwei schlagen sich tapfer - also gehe ich außer Sichtweite hinter ein Auto und ballere mein Ziel ab, wobei der verbleibende denkt, es waren die anderen (anderenfalls hätte er mich beschossen). Ich kann mich anschließend verpissen.

Oder der von Militärs bewachte Bahnübergang - 6 gegen einen und sie haben die besseren Knarren. Also erstmal umhergeplündert, bis ich 3 Granaten hatte und in einem nervenaufreibenden Kampf mit viel Deckung die Gruppe ausschalten konnte. Dabei muss man die KI wirklich loben. Sie gehen in Deckung, versuchen dich einzukreisen, gebrauchen ihre Waffen richtig.

 

Zum Rundherum: Wie bei Splinter Cell hat man eine Anzeige über verursachte Lautstärke und den "du wirst gesehen"-Status. Man kann mit jedem nicht-feindlichen Typ handeln, was aber (bis jetzt) meistesns sinnlos ist, weil keiner was hat. Der 1. Händler hat auch nur Mist, aber es liegt so Manches in der Gegend rum. Der PDA registriert nämlich sämtliche andere PDAs in der Umgebung, die man auf der Minimap sieht. Damit kann man auch tote Stalker ausmachen und umherplündern. Es gibt kein Talent-System wie in Rollenspielen, aber verbessernde Ausrüstung für verschiedene Attribute wie Ausdauer, Schutz gegen verschiedene Schadensarten (Beschuss, Kratzen, Feuer, etc.).

Strahlung wird mit Alkohol oder entsprechenden Medikits aus dem Körper vertrieben, ist also nicht dauerhaft. Artefakte verstecken sich oft in Anomalien, die einen entweder gleich alle machen oder sehr zusetzen.

Cool ist auch, dass das Level beim erneuten Laden zufällig mit Gegnern und Anomalien gepflastert wird. Einige Quests oder auch der Händler bleiben aber fest.

 

Alles toll? Leider nicht. Es gibt ein paar Bugs. NPCs am Lagerfeuer machen komische Sachen (2 haben sich immer hin- und hergeschoben beim Laufen), Quest-Einträge verschwinden nicht nach Erfüllung oder man sieht in einem Haus oder Betonblock das Gras hindurch-clippen. Man liest von Quicksave-Fehlern in den Foren, usw. (klappt bei mir). Das sind keine gravierenden Sachen (z.B. ist es bei mir noch nie abgestürzt), aber es reißt einen aus dem Stalker-Gefühl, da man erinnert wird, dass es nur ein Spiel ist.

 

Fazititös würde ich sagen, ich hab gekriegt, was ich wollte. Einen atmosphärischen Shooter, den man nicht durchrennen kann und sollte. Es lebt aber fast ausschließlich vom Feeling, dass man ein wenig mitbringen sollte. Dem Willen, alles auszutesten, Verstecke zu finden, sich begeistern zu lassen. Denn nur so schafft man es, über die Bugs hinwegzusehen. Ich glaube, sonst ist man vom Hype enttäuscht.

 

Das wars, abschalten! (sorry, dass ich keine Shots gemacht hab, gibt ja aber genuch...)


Auf PlanetStalker gibts Angaben zum 3. Patch, so z.B. dass die Körper nicht mehr verschwinden, Optimierungen der Rendermaschine (10-15% mehr Frames) und einen Savegame-Konverter.

 

Kommt irgendwann dat Ding. ;o)


na also. geht doch

 

doch nich so schlimm, dass ich vorm updaten nochmal von vorn angefangen habe :)


cvghbcgjnu