The rising of "AUFS MAUL!!1" - oder - Jungeselle, mach's ma gut.


Froschi heiratet seine Grinsetüte! Mein Gott - nachdem wir diesen Schock überwunden hatten, war klar: Wir brauchen eine gescheite Jungesellenabschiedsfeier. Der Rest danach ist eigentlich Nebensache. Coregine kam mit, denn auch Grinsi wollte zünftig das letzte Wochenende in Freiheit begehen. Apoc kam aus Köln dazu und so war das Ostlager einigermaßen würdig vertreten. Los ging es am...

 

 

Freitag

 

Nachdem wir den einsam anreisenden Apoc auf der Autobahn eingeholt und quasi eingesammelt hatten, schlugen wir alle gemeinsam im Kauzhalliland auf. Als Erstes gab es glücklicherweise was zu Essen, was uns zu neuer Kraft verhalf.

 

So rückten wir anschließend gesammelt ins Bondi ein und zeigten beim Karaoke unsere Singstar-Skills!! Michl legte mit "Creep" vor, dann Froschi mit seinem Lieblings-"My way".
Doch wir mussten erst alle zusammen "Bohemian Rhapsody" durchstehen, bevor Coregine und ich uns trauten, "I got you, babe" zu singen. Es gab nur wenige Ausschreitungen und Morddrohungen danach, also muss es wunderbar geklungen haben. ;o)

 

Da das Bondi später umzog und diese Räumlichkeiten verlassen musste, war das quasi unsere Premiere und zugleich Abschied.

 

Der Abend war lang und lustig und die Nacht voller Hasenfreude. Godzilla, der kleine Stinker, macht Krach wie hundert Hühner mit Akkordeonschuhen. Als er dann am Tage schlafen wollte, hab ich mich gerächt und ihn geweckt, harharhar! Das wird ihm eine Lehre sein.

Dann wurde es ernst, denn es kam der...

 

 

Samstag

 

Ich hatte ein wenig Mühe, das glitzernde, goldene Papier auszuwickeln... äh...die Feier von C. aus zu organisieren, also nahm das Michl ein wenig in die Hand und trommelte Froschis vor-Ort-Kumpels zusammen.

Plan war, sich erstmal zu treffen, zu grillen und dann später in die Nachtgalerie zu zischen. Die Mädels hatten was Ähnliches vor, aber ich hab vergessen, was das war. So verabschiedeten wir uns am späten Nachmittag von unseren Gutsten, die darüber scheinbar garnicht so traurig waren. Froschi wusste natürlich von nix und ahnte höchstens, was ihn von nun an alles erwarten würde.

 

Es begann alles bei Gamestar-Kollege Heiko Beutlin, der leichtsinniger..äh liebenswürdiger Weise seine Bude bereitstellte, um vorzuglühen, etwas gegen Hunger zu tun und Running Gags zu erfinden. Auf dem Weg dahin bemützten wir uns aber noch standesgemäß, wobei ich für Froschi meinen heiligen und bis dato unbenutzten Mörderafro mitgebracht hatte:

 

 

Klar, dass er den bis zum Ende des Abends tragen musste, das war Aufgabe Nr. 1. Bei den Beutlins gab es lecker Grillung und die eine oder andere Rauchgelegenheit. Froschi wurde lautstark vor Ort begrüßt und musste noch in eine XXXL-Unterhose erregendsten Schnittes schlüpfen - natürlich über die Jeans. Mit dem wippenden Wuschel auf dem Kopf ein sagenhafter Anblick. Die Idee, den hinteren Teil der Hose mit Nutella und vorne mit Fanta zu präparieren, ließen wir zugunsten des leidenden Hauptdarstellers dann doch fallen.
Ab und zu fiel das aus Lord of the weed bekannte 'Aufs Maul?!', dass sich dank Michi zur Standardantwort jeglicher Fragen entwickelte.

 

Später, so zwischendurch fing Apoc noch mit seinem Reihe-Song in der Melodie zu "Dornröschen war ein schönes Kind" an:

"Diiiiiiieeeee erste Reihe singt ein Lied, singt ein Lied, singt ein Lied, die erste Reihe singt ein Lied, siiiingt eiiin Lieeeed." Das macht dann die zweite Reihe, usw.

 

Lustigerweise war es so, dass wir ziemlich im Kreis saßen, aber nur bis Reihe drei kamen, weil wir es schon kannten und es dem Nächsten (also Reihe vier) nochmal erklären und vorsingen mussten, damit er mitmacht. Gut, er singt die Reihe vier. Jetzt ist also Reihe fünf dran - der natürlich nicht zugehört hat. Wir singen alle wieder vor, bis er sich erweicht und den Blödsinn auch mitmacht. So ging es 'ne Weile mit immer wieder vorsingen müssen, wobei Reihe acht oder so nicht mitmachen wollte und alle vorigen "Die achte Reihe singt kein Lied, singt kein Lied, singt kein Lied" trällerten. Immer so weiter, bis wir rum waren. Ein Heidenspaß.
Zwischendurch wurde mittlerweile mit "Aufs Mauuul!11" immer kräftig angestoßen und die Pegel kamen langsam auf Höhe. Beim Grillen draußen ging es dann plötzlich mit der "bayrischen Reihe singt a liadl, singt a liadl, singt a liadl" los, später noch die sächsische Reihe, der Pisa-Deutschen singt dem Lied, die Taubstummen-Reihe, usw. Absolut geil.

 

Was, da war noch was? Achja, wir wollten ja in die Nachtgalerie! Also mehr oder weniger flugs auf dem Weg gemacht, die U-Bahn wartet. Öffentliche Verkehrsmittel sind für Besoffene gemacht, ohne Kopfbedeckung lief aber nichts, das ist ja mal klar.

 

Jetzt folgte Aufgabe Nummer 2: Frage 10 Frauen, ob sie mit uns in die Nachtgalerie kommen, denn der Weg war weit und bot damit Gelegenheit genug.

 

Seinen erfreuten Blick haben wir leider verpasst und überhaupt wurde in Folge die Fotografiererei etwas vernachlässigt. Wir waren mehr mit Feiern beschäftigt, als sich die singende Menge in die U-Bahn schob, Froschi begann, eine arme, unschuldige, junge Dame zu fragen, ob sie heute abend schon was vor hätte, dabei einer vorgibt: "Aufs Maul!" und die Masse antwortet "AUFS MAUUUEEEL!!!". Man kann sich hier wiederum den Blick des Mädels vorstellen, als der stämmige, afrobayrische Anführer einer bekloppten Meute sie anspricht.

 

Vom Misserfolg beflügelt, versuchte der Gute, möglichst viel Abstand zwischen sich und uns zu bekommen, was natürlich sinnlos war und ja an seinem restlichen Outfit nix änderte. So blieben seine Versuche eine Leidensstrecke. Genau, wie wir gehofft hatten.


Unterwegs prosteten wir unentwegt, brachten Autos zum Hupen, winkten el Polente zu. An einer Ampel stand ein BMW, der unseren Anblick zur Gelegenheit nahm, zu hupen, dann einen filmreifen Burnout hinzulegen und mit Handbremse und durchdrehenden Reifen die Umgebung in stinkenden Nebel zu hüllen. Großes Kino!

 

In der Nachgalerie angekommen, zweifelten wir, ob uns "Man with hats" denn der Einlass gewährt werden würde, schließlich war um uns in der Schlange der Schönheitswahn en masse vertreten. Aber alles cool, der Türstopper fragte zwar etwas komisch, aber beim Thema Jungesellenabschied war dann alles gebongt. Drinnen angekommen und die Hürde der Garderobe genommen, folgte...

 

Aufgabe Nummer 3: Verkaufe (mitgebrachte) Sachen und finanziere uns Bier!

 

In der geheimen Tüte waren irgendwelche CDs, Tütensuppen, kleine Kuscheltiere, Kopfhörer und etlicher Sponsoring-Kram, worin diese Redakteure bekanntlich ersticken. Nach zögerlichen Anfängen wurde es merklich besser, als sich ein wenig herumsprach, was hier los war und wir hüpfender Weise immer mehr Aufmerksamkeit auf uns zogen. Die Kundschaft kam in Strömen, so dass bald die erste Runde Bier gesichert war.
Wir fanden einen genialen Platz und tanzten und blödelten den ganzen Abend. Die Musik war ok, auf jeden Fall partytauglich. Die Durchsage des DJs mit Hinweis auf baldige Heirat ging ein wenig in folgenden Geburtstagswünschen unter, aber für uns wieder eine Gelegenheit für "AUFS MAUUUEELL!!!" und anzustoßen.

 

Urplötzlich hielt mir was die Augen zu. Nanu? Die Mädels waren dazugestoßen! Super, sie waren auch spitzenmäßig drauf und wir feierten noch ein paar Stunden gemeinsam. Grinsetüte war mit ihrem T-Shirt voller Unterschriften ebenfalls ein toller Anblick und passte wunderbar zum zugehörigen Bräutigam.

 

Aufgrund dieser ganzen Reihe-singt-ein-Lied-Geschichte und dem sagenhaften Erfolg beschlossen wir, diese Ideen zu einem einzigartigen Projekt zu bündeln: http://www.aufsmaul.org

 

Wartets nur ab. ;o)