Brettspiele im Schnee


WE ab 05.01.01

 

Das Snowboard – Gefühl
Kennst du das Gefühl der Freiheit, des unbeschwerten Lebens
oder das Gefühl der rasenden Geschwindigkeit, ... ja?
Dann vergiß diese Erfahrungen während der ersten Snowboard-Stunden bloß nicht, denn alles was du nicht erfahren wirst sind diese Gefühle. Doch hast du diese Stunden erstmal überstanden dann betrittst du das Reich der Helden im Schnee. Doch der Weg dahin ist naß, kalt, anstrengend und teilweise auch schmerzhaft.






Der Vorspann
Da ich schon letztes Jahr mal Snowboard fahren wollte und nicht dazu gekommen bin, musste es dieses Jahr sein. Vorgeschlagen und prompt auf allgemeine Akzeptanz gestossen, fuhren wir zum Froschi nach München auf der Suche nach Schnee. Trotz der Unkrufe der Weiblichkeit setzte sich der Ossi-Transport in Bewegung und erkundete gleich mal die neue Verbindung zwischen A72 und A93. In München angekommen sah es auch nicht wesentlich weißer aus als bei uns. Ich war fest davon überzeugt das wenigsten ein bissel Schnee liegen musste, doch nichts ... nicht mal ein kleiner, zusammengeschippter, vom Straßenverkehr schmutziger Haufen Schnee. Auch mit Keimlings Feldstecher ließ sich kein Schnee entdecken.

 

 Doch wir wären nicht wir, wenn uns das Wetter vom Snowboard fahren abhalten könne.  Froschi´s Ex-Kollege Timo mit Freundin Steffi und Froschs beste Kumpanin Kerstin (auch Krasstin genannt) schlossen sich unserer Suche nach Schnee an und geleiteten uns nach Söll im österreichischem Kufstein. Dort waren genau die Stellen weiß, die weiß seien sollten - bis auf die braunen Stellen, die die Anordnung des Weißseins überhört hatten. Da von uns keiner eine richtige Wintersportausrüstung besaß, zogen wir alle Sachen an die wir mit hatten und die einiger Maßen wasserdicht zu seien schienen.

 

 

 

Im Skigebiet
Frohen Mutes ließen wir uns in einem Skiverleih erklären, wo vorn und hinten ist und wie überhaupt alles funktioniert. Drei Kerle, drei Snowboard´s und ein Berg, der bezwungen werden wollte. Nach anfänglichen Diskusionen über 1/2Tages- od. 50 Punkte Karte riß Sandra das Heft an sich und bestellte erst 2 dann 3 dann 4 und zum Schluß 5 50-Punktekarten. Nun stand dem Duell unerschrockener Wagemut vs. schwindelerregender Höhenunterschied nichts mehr im Wege. Schon während der Gondelfahrt ins Skigebiet ging der Höhenunterschied mit 1:0 in Führung. Aber dieser Rückstand machte uns nicht zu schaffen. Hatten wir doch erstmal mit unserm Arbeitsgerät, dem Snowboard zu kämpfen. Also wie nochmal, wo mit welchem Fuß hin? Und wie den zweiten Fuß wenn ich mit dem Ersten wegrutsch? Weiter hoch wollte erstmal niemand mehr!

 

Die ersten Rutschversuche:
 Wir sahen Skischulen, Kinder, und einen Haufen anderer lustiger Menschen mit Anzügen und irgendeiner Art Brett unter den Schuhen. Oder sollte ich vielleicht besser sagen: Wir sahen eine Menge Leute in Skiausrüstung und 5 Typen (wir) die aussahen wie aus der Kleidersammlung. Egal, es ging bergab und je nachdem wie groß man selber war schneller oder langsamer, mit dem Brett nach oben. Die ersten Minuten waren wir wirklich mehr auf der Suche nach oben und unten als mit Snowboardfahren beschäftigt. Dann kamen die ersten drei Meter am Stück, Mensch war das ein Erfolg. Und so bahnten wir uns langsam den Weg in das Reich der Helden im Schnee.

 

Nichts konnte uns vom boarden abhalten. In Rekordzeit standen wir einigermaßen sicher auf dem Ding unter unseren Füßen. Auch das Geheimniss der Lenkung war in kurzer Zeit und einigen Kollisionskursen zu Skischulen gelüftet. Selbst die Weiblichkeit strebte nach Rekorden. Sicherlich ist noch nie jemand mit dem Lift nach oben und mit den Rutschgeräten auf der Schulter wieder nach unten gekommen. Das Wochenende der Superlative.

 

 

Auch Froschi griff nach den Sternen. Mit dem Versuch den Berg schneller runter zu rennen als sein Board rutschen konnte. Ein wirklich unfairer Kampf, der nur gewonnen werden konnte, indem sich hilfsbereite Bäume und Sträucher in den Weg des Board´s stellten.
Die Liftfahrt hatte sich für ihn gelohnt und auch die "Abfahrt" ging schneller.

 

Fazit:
Unbedingt empfehlenswert. Nichts ist so schwer wie es aussieht. Wenn man Muskelkater, nasse Klamotten und einen heiden Spaß ertragen kann, ist Snowboard fahren genau das Richtige.

 

 Die schlechte Bildqualität ist zu entschuldigen. Der Fotomat war von der Tanke und hat nur 38,- DM gekostet, was kann man für den Preis schon für eine Qualität erwarten? Genau ... diese!